„Ich bin Sozialist und kein Taxifahrer“

DSC_2093Es ist ein schwüler Freitagnachmittag, die Arbeiter der umliegenden Baustellen versammeln sich um die Bars an den Straßen, weißer Staub auf ihren Arbeitsklamotten und oft ein Bier in den mit Fugen und Rillen versehenen Bauarbeiterhänden. Die Vögel zwitschern, die Autos rattern über den Asphalt und von irgendwoher scheppert der monotone Bass eines neuen Reggeatónhits herüber.  Weiterlesen

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La Habana se viste de Festival: 26 Feria internacional del libro y el encuentro con Frei Betto

En Febrero se celebró en La Habana en la fortaleza San Carlos de la Cabaña la Feria internacional del libro, evento cultural que se realiza cada año. Allí en la Fortaleza a la entrada de la cuidad y en muchos otros lugares de la capital. Se organizaron lecturas, debates, películas y presentación con autores de diferentes países de todos los continentes. Siendo el país invitado Canadá. La feria estuvo dedicada a la obra de Armando Hart, quien era muchos años el ministro de cultura y educación en Cuba y al recién fallecido Comandante en jefe Fidel Castro Ruz, con presentación de Foros, documentales y en total 24 libros dedicados a el. Weiterlesen

Havanna im Lesefieber: 26. Internationale Buchmesse und Buchvorstellungen mit Frei Betto

Im Februar fand in Havanna in der Festung San Carlos de La Cabaña traditionsgemäß die 26. Internationale Buchmesse statt. Dort in der Festung und an vielen anderen Orten in der Hauptstadt wurden Lesungen veranstaltet, Filme gezeigt, Podiumsdiskussionen und Präsentationen mit Teilnehmerinnen aus verschiedensten Ländern organisiert. Im Mittelpunkt der Messe standen dieses Mal die Werke des langjährigen kubanischen Erziehungs- und Kultusministers Armando Hart, dem Ehrengastland Kanada und dem im November verstorbenen Commandante Fidel Castro. Kolloquien, Dokumentarfilme und insgesamt 24 Bücher sind ihm gewidmet. Also ganz Havanna im Bücherrausch. Die cubanische Variante der Buchmesse ist etwas anders gestaltet, als wir das beispielsweise von der bekannten deutschen Buchmesse in Frankfurt kennen. Die Messe hier ist mehr Volksfest als Fachmesse. Das zeigt sich nicht nur an den vielen Essensständen, den Kinderspielplätzen und Hüpfburgen rundherum, sondern besonders an dem Publikum: Neben dem Fachpublikum sind es auffallend viele Familien und Schulklassen, die auf die Festung pilgern. Eine weitere Besonderheit: Da nicht jeder einfach mal nach Havanna jetten kann, um auf die Messe zu gehen, zieht die Buchmesse durch das Land. Bis April wird die Messe im Kleinformat mit Buchverkauf und Literaturveranstaltungen durch alle Provinzen ziehen.

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Filmtipp: Community Doctors oder eine ganz andere Art des Medizinstudiums

elam_film_posterEines der Highlights auf dem Filmfestival in Havanna waren dieses Mal für mich die hervorragenden Dokumentarfilme aus verschiedensten Ländern, aus und über Cuba, aber auch über kaum bekannte Themen und Länder, wie die Westsahara oder die „Black Panther“-Partei in den USA. Mich hat der Film „Community Doctors – the doctor I want to be“ über die lateinamerikanische Medizinhochschule („Esculea Latinoamericana de Medicina“, kurz ELAM) auf Cuba sehr begeistert. Ich möchte euch diesen Dokumentarfilm hier kurz vorstellen und anregen, den Film in Deutschland in Kinos oder auf Veranstaltungen zu zeigen. Weiterlesen

Filmfestival-Eröffnung: Es geht los mit der Filmhochschule und Fidel

Vom 8. bis 18. Dezember war Havanna Austragungsort des 38. Festivals des Neuen Lateinamerikanischen Filmschaffens. Neben den 18 Lang- und 22 Kurzspielfilmen wurden 18 Erstlingswerke gezeigt werden, die neben 26 Dokumentarfilmen, 27 Trickfilmen, 25 neuen Drehbüchern und 24 Filmplakaten am Wettbewerb beteiligt waren. Aber das war nur ein Bruchteil der insgesamt 1500 Werke aus aller Welt, die im Rahmen des Festivals gezeigt wurden. So waren Spanien und Deutschland mit je einer eigenen Filmreihe vertreten und es wurden Filme aus Australien, Ägypten und sogar der Westsahara gezeigt. Aber natürlich lag der Schwerpunkt beim Filmschaffen aus der Region, also Lateinamerika und der Karibik. Ein besonderes Highlight war die Retrospektive der Ursprünge des neuen cubanischen Kinos mit restaurierten und nun digitalisierten Versionen der Klassiker der 60er Jahre wie „Tod eines Bürokraten“, „Erinnerungen an die Unterentwicklung“ und viele mehr.
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Das Martyrium der Geflüchteten: Film „Viacrucis Migrante“ zeigt das, was wir nicht sehen

Foto: Hauke Lorenz

Die Lebenssituation von Flüchtenden auf der ganzen Welt ist für uns als Privilegierte kaum vorstellbar. Umso wichtiger ist es, über die Lebenssituationen derjenigen Menschen aufzuklären, die ihre Heimat verlassen müssen, weil sie Opfer von Gewalt und Diskriminierung geworden sind. Hauke Lorenz, ein Filmemacher aus Hamburg, hat sich dieser Aufgabe angenommen und beim lateinamerikanischen Filmfestival im Dezember 2016 in Havanna seinen Film „Viacrucis Migrante“ vorgestellt, mit dem er Menschen, die über die südmexikanische Grenze fliehen, eine Stimme gibt. Wir haben uns den Film angesehen und hatten sogar die Gelegenheit, mit Hauke über seine Arbeit in Mexiko zu sprechen.
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Havanna, du hast doch einen Vogel

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Heute möchte ich mit dir über Vedado fliegen. Obwohl wir uns noch nicht im Gebiet des Municipios aufhalten, kann ich von hier oben doch schon die Hauptschlagader, die sogenannte Calle 23 erblicken. Die breite Straße, welche zu deinen bekanntesten gehört, wirkt von hier oben trotz der Entfernung besonders belebt. Wir treten gemeinsam in den Luftraum Vedados ein. Mir fällt auf, dass die Calle 23 neu gepflastert ist. Du erzählst mir, dass die Sanierungsarbeiten von den Produzenten des neuen Fast And The Furious Films bezahlt wurden. Die Straßenbauer haben wirklich eine klasse Arbeit geleistet. Alles funktioniert nun etwas schneller als zuvor und die Autos brauchen keine Bögen mehr um die Schlaglöcher zu fahren. Du zeigst mir das Berthold Brecht Theater. Hier war ich schon oft zu Besuch. Vor kurzem erst ist dort die deutsche Theaterwoche ausgelaufen. Unter der Woche finden hier Kulturveranstaltungen statt und am Wochenende sind lange Schlagen von Jugendlichen zu beobachten, die sich im Untergeschoss zu Technomusik bewegen. Ich werfe noch einen letzten Blick auf das Theater, wir fliegen weiter und es verschwindet hinter uns. Wir kommen an einer sehr großen Kreuzung an. Fast alle Busse, welche die Menschen durch Havanna fahren, halten hier. Weiterlesen