Kuba und die Kinder von Tschernobyl

Spätestens seit der Verkündigung eines Sparplans an Treibstoff am 12. September über die Fernsehsendung „Mesa Redonda“ (dt. runder Tisch), an der sowohl der Präsident Kubas Díaz-Canel, als auch wichtige Minister für Wirtschaft, Energie und Verkehr teilnahmen, sind im ganzen Land Knappheiten zu spüren. Es sind die Bestrebungen insbesondere der US-amerikanischen Regierung unter Donald Trump, die wichtigen Treibstofflieferungen zu verhindern, die sich nun ganz besonders im knappen öffentlichen Verkehr, aber auch in Strom- und Wasserversorgung der Bevölkerung bemerkbar machen. An einigen Bushaltestellen sind nun Polizisten eingesetzt, die die vielen Wartenden an den Haltestellen orientieren sollen, beschwichtigen und dafür sorgen, dass der Einstieg in die knappen Verkehrsmittel nicht im Chaos verläuft. An der CUJAE wird von nun an nur noch drei Tage die Woche Unterricht gegeben, um Stromverbrauch und Arbeitswege zu sparen und erneut haben die Studentenunterkünfte, das Edificio 700 eingeschlossen, mehrere Stunden am Tag keinen Strom mehr. Wieder einmal heißt es auf Kuba: Ausnahmesituation Weiterlesen

Die kleinen Zirkuskünstler

In der letzten Woche waren 44 Kinder und Jugendliche im Alter von 7-19 Jahren aus der Stadt Ciego de Avila für fünf Tage zu Gast in der Casa Tamara. Sie haben an einem festival  de circo teilgenommen. Dieses Festival war ein Wettbewerb für die jungen Zirkuskünstler. Dieses Festival hat im Cine Omega in Marianao stattgefunden. Die Kinder wurden von den jeweiligen Projektleitern und einigen Müttern begleitet. Ich habe mit zwei Projektleitern gesprochen. Weiterlesen

Ein Ballettabend

Vor einigen Wochen haben wir uns die Zeit genommen, uns eine Aufführung des Ballet Nacional de Cuba anzusehen. Das Ballet Nacional de Cuba wurde 1959 von der Tanz-Diva Alicia Alonso gegründet. Sie ist 1927 in Havanna geboren und war schon als Kind eine außerordentlich talentierte Tänzerin. In den 30er Jahren ging sie nach New York, um an der School of America Ballett studieren. Obwohl sie seit dem Alter von 19 Jahren an ihrem linken Auge fast blind ist, hat sie regelmäßig auch an Broadway-Aufführungen, sowie als die erste amerikanische Tänzerin am Bolshoi teilgenommen. 1948 kehrte sie nach Havanna zurück. Weiterlesen

Von fünf Tagen Cabaiguán

Der Juni ist angebrochen, das Klima ist unglaublich heiß und die Universität geht mit großen Schritten den Semesterferien entgegen. Ein wenig gefangen im Alltagstrott versuchen auch wir trotz hochsommerlicher Temperaturen noch einige Projekte vor der Sommerpause abzuschließen, etwa Veranstaltungen und Arbeiten am und im Gebäude. Umso schöner erscheint es da, den Alltag hinter sich zu lassen und eine gemeinsame Gruppenreise zu unternehmen. Unser Ziel ist eine beschauliche Stadt im Herzen der Insel und fester Termin einer jeden Gruppe: Cabaiguán. Weiterlesen

21. Bienal Internacional de Humorismo Gráfico in San Antonio de los Baños

San Antonio de los Baños liegt 26 Kilometer von Havanna entfernt. Hier gibt es die Internationale Schule für Film und Fernsehen und das Museo del Humor. Das Museum ist einmalig für seine politischen Karikaturen und witzigen Cartoons und landesweit bekannt. Im März 1979 in einer neokolonialen Villa aus dem Jahr 1930 eröffnet, ist das Museum im Zwei-Jahres-Rythmus Schauplatz der Bienale Internacional del Humor. So fand, zeitgleich zur 13. Bienal von Havanna, diesen März und April die 21. Bienale Internacional de Humorismo Gráfico statt. Weiterlesen

Pinar Rock oder Festival auf Kubanisch

Meine Festival-Saison fängt dieses Jahr schon im März an. Warum auch nicht, schließlich sind in Pinar del Rio – der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Westen Kubas – schon jetzt Temperaturen wie bei uns im Juli. Hier findet vom 21. bis 23. März 2019 das alljährliche Pinar Rock Festival auf dem Sportplatz der Universität statt, zu dem auch ich angereist bin.

Ankündigungsplakat in Pinar del Rio

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Da sind wir!

Bunkistas, Februar 2019

Die ProyectoteilnehmerInnen des Sommersemesters 2019.

Einige Wochen nach dem Vorbereitungstreffen in Frankfurt ist die Gruppe Februar 2019 nun komplett auf Kuba angekommen.

Auch wenn immer und überall – außerhalb Kubas – von der sogenannten „Entschleunigung“ die Rede ist und die ehemaligen Bunkistas uns bereits im Vorfeld auf eben dieses Phänomen bestmöglich vorbereiten wollten müssen wir feststellen, dass wir uns in diesem Punkt wahrscheinlich auf keinen Revolutionär, kubanischen Nationalhelden oder kommunistischen Vordenker berufen können, sondern uns eher an Albert Einstein halten müssen. Für uns ist die Entschleunigung auf Kuba vor allem relativ. Weiterlesen