STRAIGHT OUTTA HAVANA – an die Jugend

Nach der antiimperialistischen Konferenz am ersten Novemberwochenende 2019 haben wir uns mit Volker Hermsdorf getroffen. Als Kuba-Experte veröffentlichte er zahlreiche Bücher und schreibt seit vielen Jahren für Tageszeitungen, z.B. die Junge Welt. Unser Gespräch war von lauter spannenden Themen durchzogen und er konnte uns viele Fragen beantworten. Anknüpfend an meinen Artikel die Jugend und ihre Herausforderungen  wollen wir euch seine Botschaft an die Jugend nicht vorenthalten, die uns sehr bewegt hat. Seid gespannt, was Volker zu sagen hat!

Weitere Teile des Interviews folgen…

Von Raven in Zusammenarbeit mit Johanna, Nils und Deniz

Schnitt: Simon

Wirtschaftsaktualisierung

In den letzten 10 Jahren hat die kubanische Wirtschaft wichtige und tiefgreifende Veränderungen erfahren. Dies ist die Phase, die den Beginn und die Entwicklung eines komplexen und umfassenden Prozesses umrahmt, der alle Bereiche des Lebens im Land umfasst und beeinflusst: die Aktualisierung des nationalen Wirtschaftsmodells.
Stets zu beachten ist, dass der Wirtschaftskrieg, dem Kuba ausgesetzt ist, nicht ignoriert werden kann. Dieser beeinträchtigt das normale Funktionieren der Wirtschaft auf der grössten Insel der Antillen.

Jahrzehnt 2010-2019: Neun Aspekte, die die Aktualisierung des kubanischen Wirtschaftsmodells kennzeichneten

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Auf den Spuren von Che [part 2]

Um ein umfangreicheres Vorwissen zum Interview über die damalige Lage zu erhalten, hier eine historische Ergänzung.

Vorgeschichte

Als Kongo-Wirren werden die politischen Zwischenfälle in der Demokratischen Republik Kongo zwischen 1960 bis 1967 bezeichnet. Mit der Ausrufung der Unabhängigkeit und der darauffolgenden belgischen Invasion im Kongo nahm die Krise Ihren Verlauf. Als der belgische Generalleutnant den Kongolesen keinerlei Änderungen Ihres Status zugestand, rebellierten die Soldaten gegen ihre Offiziere, weil sie nach der Unabhängigkeit noch immer keine Kongolesen als Offiziere einstellten und sich diese strukturell diskriminiert fühlten. Aufgrund des befürchteten Verlust des zuvor gesicherten Einflusses auf das Land, entsandte die belgische Regierung Truppen, um die Kontrolle wiederherzustellen. Präsident und Premierminister unterstützten zunächst dieses Vorgehen. Als sich jedoch mit der Sezessionsbewegung auch die Provinzen Katanga, Moise unter  Tschombe abspalteten, bat Premierminister Lumumba die Vereinten Nationen um Hilfe. Trotz der UN-Missionen, welche nach und nach die belgischen Truppen im Land ablösten, unternahmen die Blauhelme nichts gegen die Einflussnahme des Kolonialismus unter Tschombe im Süden.  
Im September 1960 kam es zu einer Verfassungskrise, in welcher Präsident Kasavubu und Premier Lumumba sich gegenseitig absetzten. Aus dem Krisenzustand – ausgelöst durch den Kolonialismus – wurde die Lage im Kongo zunehmend Aussichtslos. Nun wandte sich Lumumba an die Sowjetunion, weil die USA die Hilfe verweigerten und die Lage der Bevölkerung miserabel war. Dieses Abkommen wurde weniger aus ideologischen Gründen geschlossen als schlicht aus der Erkenntnis Lumumbas heraus, dass sein Land zum Spielball westlicher Länder gemacht worden war. Durch die Hilfestellung der UdSSR gelangte er ins Visier westlicher Geheimdienste, darunter CIA und MI6.

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¡Llegamos en Cuba Socialista!

Die neue sechsköpfige Bunkista-Gruppe sendet ihr erstes Lebenszeichen von der Isla de la Juventud!

Wir sind am Donnerstag, den 12.09.19, am Flughafen Jose Marti von Kubas Hauptstadt Havanna – vom Flug gerädert und doch glücklich ob der Ankunft – angekommen. Unsere Schweizer GenossInnen konnten ihr Ankommen bereits einen Tag früher genießen. Sie wurden geradezu in das rege Alltagsleben der vorherigen Gruppe hineingeworfen und nahmen in den Abendstunden an einer üppigen Studentenfete im Casa Tamara Bunke teil. Mit etwas weniger Reizüberflutung folgten die übrigen vier von uns. Weiterlesen