Von Sündern und Vorreitern – das Thema Nachhaltigkeit in der kubanischen Gesellschaft

Vor mir eröffnet sich das Panorama der Stadt, in der ich nun schon mehrere Monate lebe und die ich mit all ihren Eigenheiten bereits lieb gewonnen habe. In meinem Rücken befindet sich eine etwa 20 Meter hohe Statue, die stark an den „Christo Redentor“ Rio de Janeiros erinnert und durch ihre erhöhte Position östlich der Hafeneinfahrt den Besucher_innen einen genialen Blick über die Altstadt gewährt. Doch nicht nur die Sicht, sondern auch die Luft lässt mich an diesem Ort verweilen. Während mir der Wind eine willkommene Erfrischung zu den sommerlichen Temperaturen des kubanischen Winters bereitet und ein leichter Geruch von Meersalz in meine Nase steigt, vergesse ich für kurze Zeit die unangenehmen Seiten meines Aufenthaltes in dieser so einzigartigen Stadt. 

In Gedanken schweift mein Blick langsam gen Himmel, der heute in einem wolkenfreien blau erstrahlt – eher ein seltener Anblick im feucht-tropischen Kuba. Während ich schon darüber nachdenke, wie sich die schöne Aussicht fotografisch am besten in Szene setzen ließe, fällt mir etwas ins Auge, das ich vorher nur aus nächster Nähe wahrgenommen habe.

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Der Campus der CUJAE – eine Fotogalerie

Seit Ende Oktober wohnt unsere Projektgruppe nun schon auf dem Campus der größten technischen Universität Kubas. Gleich neben den voll besetzten  Studentenwohnheimen steht das „Edificio 700“, auch bekannt als Casa Tamara Bunke, in dem mit uns nun schon die dritte Gruppe des Proyectos lebt. Der volle  Name der CUJAE lautet „Universidad Tecnológica de La Habana José Antonio Echeverría“. Sie bietet momentan mehr als 7000 Studenten die Möglichkeit, die verschiedensten Disziplinen im Bereich des Ingenieurwesens oder auch Architektur zu studieren.

Am 2. Dezember 1964 gegründet, ist der zu Beginn noch als „Ciudad Universitaria“ (universitäre Stadt) bezeichnete Unicampus mittlerweile in die Jahre gekommen. Bei einem Rundgang über das weitläufige Gelände wirkt die CUJAE wie ein Ort, dessen Blütezeit in einer vergangenen Epoche gewesen zu sein scheint: einige der weit über 40 Gebäude stehen leer oder sind sogar bis auf die Grundmauern zurückgebaut, Flure in den Fakultäten sind verbarrikadiert, Tische und Stühle mit einer Staubschicht bedeckt und es fehlen nicht selten sowohl Fenster als auch Türen.

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Wie alles beginnt.

Berichteaushavanna gibt es jetzt auch im Videoformat.

Wir haben es geschafft! Ab jetzt sind wir mit unserem Blog auch auf YouTube vertreten und laden dort Videos hoch, die zusätzlich zu unseren Artikeln Einblicke in das Leben auf Kuba und den Alltag im Projekt geben.

In unserem ersten Video möchten wir die Ankunft, die jede neue Gruppe des Tamara Bunke-Projektes in Kuba erlebt, anhand einiger unserer Impressionen veranschaulichen. Für die Bunkistas beginnt das Solidaritätsprojekt auf der Isla de la Juventud, auf der mithilfe eines Sprachkurses an der dortigen Universität die Spanischkenntnisse verbessert werden. Nebenbei bleibt natürlich auch Zeit, um sich der Natur, Freizeitaktivitäten oder dem Kennenlernen des doch so anderen Lebens der KubanerInnen zu widmen. Aber seht selbst…

Wenn 2 Millionen Menschen Geburtstag feiern

Die Menschenmassen strömen in gleichmäßigem Tempo über die breite Uferpromenade, die zu diesem außergewöhnlichen Anlass für den sonst so hektischen Straßenverkehr gesperrt ist. Lange Schlangen bilden sich vor den rauchenden Pavillons, die unter anderem gebratenes Hähnchen, Dosenbier und Refrescos (Softdrinks) zum Verkauf anbieten. Von links und rechts schallt immer wieder der eingängige Rhythmus des Reggaeton aus Boxen, die von tanzenden Kubanern regelrecht umlagert werden. Die Stimmung wirkt ausgelassen, jedoch liegt in Erwartung des abendlichen Höhepunktes zunehmend Spannung in der Luft. Es scheint, als hätte sich an diesem leicht verregneten Freitag die ganze Stadt zum Auftakt einer besonderen Feierlichkeit versammelt: dem 500. Jahrestags Havannas.

Ein geordnetes Chaos – Menschenmassen auf dem Malecón (eigene Aufnahme)

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¡Llegamos en Cuba Socialista!

Die neue sechsköpfige Bunkista-Gruppe sendet ihr erstes Lebenszeichen von der Isla de la Juventud!

Wir sind am Donnerstag, den 12.09.19, am Flughafen Jose Marti von Kubas Hauptstadt Havanna – vom Flug gerädert und doch glücklich ob der Ankunft – angekommen. Unsere Schweizer GenossInnen konnten ihr Ankommen bereits einen Tag früher genießen. Sie wurden geradezu in das rege Alltagsleben der vorherigen Gruppe hineingeworfen und nahmen in den Abendstunden an einer üppigen Studentenfete im Casa Tamara Bunke teil. Mit etwas weniger Reizüberflutung folgten die übrigen vier von uns. Weiterlesen