Der 10. Oktober, ein revolutionärer Feiertag

Heute vor 151 Jahren begann der erste cubanische Unabhängigkeitskrieg gegen die spanischen Kolonialisten.

Das Datum wurde durch Carlos Manuel de Céspedes gekennzeichnet, der auf seiner Zuckerfarm „La Demajagua“ seine Sklaven freisprach und sie aufforderte, gemeinsam mit den Cubanern – als Gleichberechtigte – für die cubanische Unabhängigkeit zu kämpfen.

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¡Llegamos en Cuba Socialista!

Die neue sechsköpfige Bunkista-Gruppe sendet ihr erstes Lebenszeichen von der Isla de la Juventud!

Wir sind am Donnerstag, den 12.09.19, am Flughafen Jose Marti von Kubas Hauptstadt Havanna – vom Flug gerädert und doch glücklich ob der Ankunft – angekommen. Unsere Schweizer GenossInnen konnten ihr Ankommen bereits einen Tag früher genießen. Sie wurden geradezu in das rege Alltagsleben der vorherigen Gruppe hineingeworfen und nahmen in den Abendstunden an einer üppigen Studentenfete im Casa Tamara Bunke teil. Mit etwas weniger Reizüberflutung folgten die übrigen vier von uns.

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Kuba und die Kinder von Tschernobyl

Spätestens seit der Verkündigung eines Sparplans an Treibstoff am 12. September über die Fernsehsendung „Mesa Redonda“ (dt. runder Tisch), an der sowohl der Präsident Kubas Díaz-Canel, als auch wichtige Minister für Wirtschaft, Energie und Verkehr teilnahmen, sind im ganzen Land Knappheiten zu spüren. Es sind die Bestrebungen insbesondere der US-amerikanischen Regierung unter Donald Trump, die wichtigen Treibstofflieferungen zu verhindern, die sich nun ganz besonders im knappen öffentlichen Verkehr, aber auch in Strom- und Wasserversorgung der Bevölkerung bemerkbar machen. An einigen Bushaltestellen sind nun Polizisten eingesetzt, die die vielen Wartenden an den Haltestellen orientieren sollen, beschwichtigen und dafür sorgen, dass der Einstieg in die knappen Verkehrsmittel nicht im Chaos verläuft. An der CUJAE wird von nun an nur noch drei Tage die Woche Unterricht gegeben, um Stromverbrauch und Arbeitswege zu sparen und erneut haben die Studentenunterkünfte, das Edificio 700 eingeschlossen, mehrere Stunden am Tag keinen Strom mehr. Wieder einmal heißt es auf Kuba: Ausnahmesituation und überall im Land werden Veranstaltungen organisiert, um sich gegenseitig zu bestärken. Dennoch: dass es so wenig Benzin gibt, dass es vermehrt zu Stromausfällen kommen kann oder wie im Fall der CUJAE gar einige Stunden täglich der Strom abgeschaltet wird; all das erinnert einige an Zeiten der sogenannten Período Especial. Zu dieser Zeit, die ihren Höhepunkt Anfang der 1990er Jahre hatte, waren die Nöte und Knappheiten um einiges akuter, wird in Gesprächen mit jenen, die sie miterlebt haben, sofort deutlich gemacht; doch auch dieses seien Zeiten, in denen Zusammenhalt besonders wichtig ist.

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Austausch

Mit dem Anschluss der Deutschen Demokratischen Republik an die Bundesrepublik Deutschland sind auch die interkulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Kuba abgebrochen. Es brauchte Jahre, um diese wieder zu restaurieren, und gerade jetzt sollte sich die deutsche Regierung solidarisch mit der karibischen Insel zeigen. Mit dem Anziehen der Wirtschaftsblockade seitens der USA und der Seeblockade vor Venezuela, sieht sich Kuba zum wiederholten Male vor großen Herausforderungen. Konsequenzen können wir bereits nach wenigen Tagen im alltäglichen Leben bemerken. Ein Schritt der deutsch-kubanischen Annäherung ist der erste Schüleraustausch, der seit mehr als 30 Jahren stattfindet. Im August sind deutsche Schüler des Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte für einen Schüleraustausch auf Kuba angereist. Geplant ist, dass im Jahr 2020 die Schüler der kubanischen Partnerschule in Havanna Jose Miguel Perez Perez nach Deutschland reisen.

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Energie in Kuba wird rationiert – die Solidarität multipliziert oder – wie die USA die Revolution in die Knie zwingen wollen

Seit einigen Tagen wird es spürbar und man fühlt die Ruhe vor dem heraufziehenden Sturm.  Mehr Leute an den Bushaltestellen, weniger Busse, – Gemunkel von kommenden Einsparmaßnahmen. Seit gestern Abend (12.09.19), als  sich Präsident, Energieminister und Planungsminister in der Sendung „Mesa Redonda“ an das Volk gewandt haben, ist es amtlich: Wie in einer Burg, die von lebenswichtigen Ressourcen abgeschnitten wird, liegt unsere Insel da und wir auf ihr. Abgeschnitten durch die US-amerikanischen Sanktionen auf Öllieferungen, die für alle lebenswichtigen Bereiche (Stromversorgung, Pumpwerke zur Wasserversorgung der Haushalte, Transport von Lebensmitteln) notwendig sind.

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Vortragsreise – Kubas Ärzte in Brasilien und die Gründe ihrer Rückkehr

Vortragsreise: Mais Médicos
Vortragsreise: Mais Médicos 2. bis 20. September 2019 Bochum, Bonn, Bremen, Braunschweig, Hamburg, Schwerin, Berlin, München, Stuttgart, Bern, Genf, Yverdon-les-Bains, Basel, Mainz, Frankfurt

Während unseres inzwischen halbjährigen Aufenthaltes auf Kuba sind wir natürlich in zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichsten Kubaner_innen gekommen. Es gibt einige Themen, die dabei immer wiederkehren, fällt irgendwann auf. Beim Sprechen mit älteren Menschen kommt zum Beispiel immer wieder heraus, dass sie vor der Wende für Arbeitseinsätze teils mehrere Monate in der DDR verbracht haben. Unser Erscheinen als Deutsche weckt alte Erinnerungen in ihnen. Doch auch aktuell finden zahlreiche misiones und Arbeitseinsätze in verschiedensten Teilen der Welt statt. Und auch davon wissen sehr viele Menschen zu erzählen. Ob es das Jahr in Venezuela als Gastprofessor ist, die misión als Programmierer in Ecuador oder die Arbeit als Ärztin in Guatemala. Zur medizinischen Versorgung ist auch Indira García Arredondo in nicht nur einer Brigada dabei gewesen – nach Brasilien. Gerade jetzt, so wurde uns zugespielt, befindet sie sich in Deutschland und der Schweiz, zieht von Stadt zu Stadt, um von ihren Erfahrungen als kubanische brigadista und speziell in Brasilien zu berichten. In einigen Städte ist sie leider schon gewesen, aber bis zum 20.9. gibt es noch die Moeglichkeit, einen der Vorträge von García Arredondo zu besuchen und einen kleinen Einblick in das Schaffen tausender Kubner_innen yu erhalten, sowie natuerlich von der Lage in Brasilien.

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Proyecto Tamara Bunke y el legado de Tamara

Tamara Bunke nació en Argentina en 1937, porque sus padres huyeron de la dictadura nazi en Alemania y se mudaron a Argentina. Años después del final de la Segunda Guerra Mundial, la familia regresó a Alemania, más precisamente a la RDA (Republica Democratica Alemana), la parte socialista. Tamara siempre había tenido presentes sus raíces latinoamericanas, se mantuvo en contacto con sus amigas argentinas y también se sentia muy cercana a su segunda lengua materna, el español. Su objetivo era apoyar a la revolución en Argentina y América Latina desde temprana edad. Así que no fue una coincidencia que un día se hiciera mundialmente famosa bajo el nombre de Tania la Guerillera como parte del grupo revolucionario de Che Guevara. Puedes encontrar una descripción más detallada de su vida aquí en el blog.

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Der kubanische Kampf gegen die Inflation

Die CUJAE, die Universitätsstadt José Antonio Echeverría, wie unser Campus und gemeinhin auch die Universität genannt werden, befindet sich im „Sommerschlaf“. Die Prüfungsphase ist beendet, manche Studierende wurden aufgrund des Abschlusses ihres Studiums verabschiedet, andere sind zu ihren Familien gereist. Die vorlesungsfreie Zeit hat begonnen. Die CUJAE ist ziemlich verwaist, allerdings ist die Atmosphäre nicht bedrückend, sodass es nicht gerechtfertigt wäre, von einer Geisterstadt zu schreiben.

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Die kleinen Zirkuskünstler

In der letzten Woche waren 44 Kinder und Jugendliche im Alter von 7-19 Jahren aus der Stadt Ciego de Avila für fünf Tage zu Gast in der Casa Tamara. Sie haben an einem festival  de circo teilgenommen. Dieses Festival war ein Wettbewerb für die jungen Zirkuskünstler. Dieses Festival hat im Cine Omega in Marianao stattgefunden. Die Kinder wurden von den jeweiligen Projektleitern und einigen Müttern begleitet. Ich habe mit zwei Projektleitern gesprochen. Mariel, zum Beispiel, sagte, dass ihr Projekt „estrella roja“, also roter Stern heißt. Die Kinder lernen und üben jeden Tag drei Stunden nach der Schule und auch samstags in der „casa de la cultura“, einem Kulturzentrum, dass es in jeder kubanischen Stadt gibt und das vielfältige Kunstformen fördert. So zum Beispiel die bildende Kunst, die Literatur, die Lyrik und die Musik.

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