Grußbotschaft an LL-Demo und Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019

Wir grüßen unsere internationalistischen Genoss*innen von Kuba aus, wo wir uns im Rahmen des Proyecto Tamara Bunke für ein halbes Jahr aufhalten, Marxistische Philosophie & Politische Ökonomie studieren, versuchen, das Leben in der hiesigen Alternative zur kapitalistischen Welt besser kennenzulernen, Berichte aus Havanna schreiben und ebenfalls eine kleine Veranstaltung zum 100. Jahrestag der Ermordung von Karl Liebknecht & Rosa Luxemburg organisieren. Tamara Bunke, die für ihre internationalistischen Ideale erst nach Kuba und dann an der Seite Ernesto Guevaras nach Bolivien ging, um gegen Imperialismus und Ausbeutung zu kämpfen, wo sie von CIA-organisierten Militärs ermordet wurde, ist uns ein Vorbild. Wenn wir eine neue, sozialistische Welt erreichen wollen, müssen wir als progressive Menschen international denken und uns mit den verschiedenen Kämpfen aller progressiven Kräfte – seien diese in Kurdistan, Kuba, Brasilien oder anderswo – solidarisieren. Weiterlesen

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Deutschland hat 16 militärische Auslandsstützpunkte – Kuba in 67 Ländern Ärztebrigaden: Interview mit einem Arzt auf Mission

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Genauso unterschiedlich wie diese Formen der Außenpolitik klingen, genauso unterschiedlich sind auch die Motive der Politik dieser Länder. Dies liegt sicherlich nicht zuletzt an der Tatsache, dass es sich bei diesen Ländern um zwei unterschiedliche Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle handelt – das Modell der sozialistischen Insel gegenüber dem des kapitalistischen. Weiterlesen

Fünf Tage ohne Wasser

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Eine lauwarme Brise weht mir übers Gesicht, streicht mir durch die Haare, kühlt mir kurz den Nacken und lässt mich für einige Sekunden den Schweiß auf der Stirn, unter meinen Achseln, ach eigentlich in jeder Falte meines Körpers, vergessen und verweht für einen Moment den Gestank der mich umgibt. Seit mehr als zwei Tagen und vielen schweißtreibenden Aktivitäten – zum Beispiel zur Bushaltestelle gehen – habe ich nicht geduscht. Im ganzen Municipio Playa – und so wie ich gehört habe auch in einigen weiteren Teilen Havannas – gibt es seit dieser Zeit kein fließendes Wasser mehr. Eigentlich steht jedem Bürger Kubas immer ausreichend Wasser zur Verfügung. Doch seit zwei Tagen ist bei uns die Pumpe der Wasserverteilungsstation kaputt und laut Aussage des CDR-Verantwortlichen (CDR Artikel) unserer Straße wird es wohl noch drei weitere dauern, bis sie repariert ist. Was für eine Scheiße. Ich bin sowieso schon durch meine deutschen Kartoffelgene mit fehlender Anpassungsfähigkeit an dieses schwülheiße Wetter gepeinigt und müsste eigentlich fünf Mal am Tag duschen, um den Leuten im Bus neben mir nicht den Weg zur Arbeit zu versauen. Zum Glück hat uns unsere Vermieterin hin und wieder mal eine Flasche frisches Wasser aus ihren letzten Vorräten zur Verfügung gestellt, aber außer um damit den ständigen Durst für ein paar Stunden zu bekämpfen, hilft uns das nicht viel weiter. Aber was soll’s. Geht ja allen so.
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