Cuba und der Huracán Matthew

Ein Land bereitet sich vor

Schaltet man den Fernseher ein, läuft die Berichterstattung über die Vorbereitungen zum Schutz gegen den Hurrikan Matthew Dauerschleife, bzw. wird alle paar Stunden aktualisiert. Raúl ist in Santiago de Cuba, da der Hurrikan der Kategorie 4 vor allem den Osten der Insel treffen wird, bzw. in diesen Stunden bereits durch hohen Wellengang, starken Regen und Wind trifft. Aktuell, Dienstag 04.10.2016, 6 Uhr Ortszeit, befindet sich das Zentrum des Hurricanes noch südöstlich von Kuba, westlich von Haiti. Die weitere mögliche Bewegung ist wie auf der Karte zu sehen vorausberechnet, der Kegel deutet die Wahrscheinlichkeit der im Laufe der weiteren Entwicklung betroffenen Gebiete an.

Schon seit Tagen lautet die Devise: „Das Wichtigste in dieser Phase ist die gute Vorbereitung“

Die Comités zur Defensa Provincial (Katastrophenschutz auf Provinzebene) arbeiten auf Hochtouren. Schon in den letzten Tagen begann die Evakuierung der Personen, die nicht in hurricane-festen Häuser leben. Fenster und Türen werden von den Menschen in den Provinzen Santiago und Guantanamo noch so gut es geht vernagelt und festgezurrt. Tausende sind nun in Sammelunterkünften oder bei Verwandten in sicheren Gebäuden untergebracht. Schon im Vorhinein wurden alle Kräfte mobilisiert und Lebensmittelvorräte aus den Lagern im ganzen Land sowie und Baumaterialien bereitgestellt. Die Brigaden der nationalen Elektrizitätsgesellschaft sind bereits mobilisiert und Richtung Osten verlegt worden, noch bevor überhaupt ein Teil vom nationalen Energiesystem beschädigt worden ist.

Der kubanische Katastrophenschutz („Defensa Civil“) der weltweit zu den den Besten zählt und an dem eigentlich das ganze Volk beteiligt ist, beeindruckt uns auch von Havanna aus, welches jedoch wahrscheinlich verschont bleiben wird. Laut Prognosen werden die größten Schäden und Beeinträchtigungen vom äußersten Osten bis zur Provinz Camaguey hin erwartet. Die materiellen Schäden im „Oriente“ Cubas in der Landwirtschaft, Infrastruktur, Gebäuden etc. werden wahrscheinlich in den nächsten 24 Stunden sichtbar werden. Doch hoffen wir, dass sich das kubanische Sprichwort „Guerra avisada no mata soldado. (der angekündigte Krieg tötet keinen Soldaten)“, in diesen Tagen bewahrheitet und die Vorbereitungen und Maßnahmen Opfer in der Bevölkerung vermeiden werden.

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