Der wirtschaftliche Faktor der Spezialperiode und der Weg aus der Krise (Teil 4 von 4)

Heute bis 2030

Die sozialistische Wirtschaftsführung auf dem Karibikstaat hat ausgedient. Der Prozess der “Öffnung” und Privatisierung nimmt immer ausgeprägtere Erscheinungsformen an. Lange standgehalten hat er, der kubanische Sozialismus und seine sozialromantischen Auswüchse haben ja auch etwas an sich, der Sozialismus als solcher ist aber schon lange überlebt. Es war nur eine Frage der Zeit.

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Der wirtschaftliche Faktor der Spezialperiode und der Weg aus der Krise (Teil 3 von 4)

1996 bis heute

Das Schlimmste ist überstanden, die kubanische Wirtschaft scheint sich aus dem Tief der Spezialperiode von 1994 langsam wieder zu erheben. Die Lebensqualität der Kubaner steigt erneut und die Wirtschaftsaktualisierungen versprechen ein langsames, aber sicheres Wirtschaftswachstum, wie 1996 mit sogar knapp 8%, doch die Spezialperiode ist noch nicht überwunden.

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Der wirtschaftliche Faktor der Spezialperiode und der Weg aus der Krise (Teil 2 von 4)

Neuorganisation der kubanischen Wirtschaft

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem damit verbundenen Zusammenbruch des COMECON musste sich Kuba auf dem Weltmarkt neu positionieren. Fehlende Devisen erschwerten dieses Vorhaben aber erheblich. Kubas Industrie und Agrarwirtschaft brach ohne Unterstützung der Sowjetunion zusammen, da Kuba aufgrund des US- amerikanischen Handelsembargos keinen oder nur mangelnden Zugang zu Öl, Pestiziden, Düngern, Chemikalien, Ersatzteilen und weiteren wichtigen Ressourcen und Industriebausteinen hatte. Weiterlesen

Der wirtschaftliche Faktor der Spezialperiode und der Weg aus der Krise (Teil 1 von 4)

Seit dem Zerfall des sozialistischen Lagers 1989/ 90 befindet sich Kuba in einem stetigen politischen Wandel. Mit der Auflösung der Sowjetunion und des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) brach das Fundament der kubanischen Wirtschaft weg. Das Land verlor mit einem Schlag seine wichtigsten Handelspartner und stürzte in die schwerste Krise seit dem Sieg der Revolution. Ab hier an rief die kubanische Regierung die Sonderperiode (período especial) aus, mit der eine Vielzahl tief gehende Reformen einhergingen, die die kubanische Wirtschaft transformierten, notgedrungen umentwickelten um langsam aber sicher mit dem Aufbau einer autarken, stabilen Wirtschaft mit anderen Schwerpunkten aus der Krise erneut emporzusteigen. Weiterlesen

Ein Gespräch zu Dritt

Stellt euch vor, eine ältere cubanische Frau, die die Revolution gelebt hat, ein deutscher Student, der die Revolution liebt und der US-amerikanische Präsident, der die Revolution hasst, würden sich unterhalten.

Obama: „Stolz unterstützten die USA Demokratie und Menschenrechte in Cuba in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Das taten wir vornehmlich durch die Politik der Isolierung der Insel, indem wir Reisen und den Handel unterbanden. Weiterlesen

Kein Bier mehr zum Geburtstag

Sollte die „Libreta“ als System der Verteilung von Lebensmitteln abgeschafft werden?

Überall sieht man diese kleinen Heftchen. Wenn CubanerInnen in den staatlichen Vergabestellen für Bezugsleistungen, den sogenannten Bodegas, einkaufen gehen, zücken sie ihre Libreta, um damit Nahrungsmittel und Haushaltswaren zu erhalten. In der Bäckerei gibt es sogar eine eigene Schlange für die Kunden mit Libreta, wo sie für ein Brötchen anstatt dem normalen Preis für 1 Peso (ca. 3 Euro Cent), nur 5 Peso Cent bezahlen (umgerechnet 0,15 Euro Cent). Doch was steckt dahinter, wie funktioniert dieses System der Lebensmittelverteilung und woher kommt es? Weiterlesen