Da sind wir!

Bunkistas, Februar 2019

Die ProyectoteilnehmerInnen des Sommersemesters 2019.

Einige Wochen nach dem Vorbereitungstreffen in Frankfurt ist die Gruppe Februar 2019 nun komplett auf Kuba angekommen.

Auch wenn immer und überall – außerhalb Kubas – von der sogenannten „Entschleunigung“ die Rede ist und die ehemaligen Bunkistas uns bereits im Vorfeld auf eben dieses Phänomen bestmöglich vorbereiten wollten müssen wir feststellen, dass wir uns in diesem Punkt wahrscheinlich auf keinen Revolutionär, kubanischen Nationalhelden oder kommunistischen Vordenker berufen können, sondern uns eher an Albert Einstein halten müssen. Für uns ist die Entschleunigung auf Kuba vor allem relativ. Weiterlesen

Ein Ort, wo Kinder wieder träumen dürfen – “Soñarte”, ein Community Projekt im Cotorro

Nach einer kurzen Nacht machten wir uns mit einer kleinen Pomo de Café (Plastikflasche mit Kaffee) in einer Guagua (öffentlicher Bus) auf die lange Reise ans Ende von Havanna. In einem Ohr Musik, am anderen Ohr die nette Frau, die uns Bescheid sagen sollte, wenn wir am Terminal de Cotorro ankommen würden. Mit einem schlafenden Auge und einem neugierigen, halboffenen Auge aus dem Fenster blickend, beobachtete ich die sich verändernde Stadtlandschaft, vom hübschen, kommerziellen Vedado in den industriell- wuseligen Speckgürtel Havannas, “El Cotorro”. Weiterlesen

Eröffnung der „Casa Tamara Bunke“

Am 23. Januar haben wir mit einer Veranstaltung feierlich die „Casa Tamara Bunke“ eingeweiht. Aus diesem Studentenwohnheim der technischen Universität Havannas (CUJAE) ist nun auch namentlich die Heimstatt des Proyecto Tamara Bunke geworden, nachdem die Hälfte unserer Gruppe es sich schon als dauerhaften Wohnort ausgesucht hatte. Wir haben in den letzten Monaten mit der Unterstützung von Kubaner*innen und den Projektträgern auf deutscher Seite einen Aufenthaltsraum mit Bibliothek sowie eine Küche eingerichtet. Außerdem wurde der überdachte Innenhof des Gebäudes in zwei Arbeitstagen und einigen –nächten entrümpelt, gestrichen und sogar noch ein bisschen begrünt, sodass dieser in Zukunft mit Sitzecke als Essens- und Begegnungsraum genutzt werden kann. Dass dies auch ein schöner Veranstaltungsraum sein kann, zeigte dann gleich unsere Info-Veranstaltung über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht anlässlich ihrer hundertjährigen Ermordung. 30 Kubaner*innen folgten trotz Klausurenphase unserer Einladung und zeigten großes Interesse an der Geschichte der sozialistischen Bewegung in Deutschland. Im Anschluss daran folgte der offizielle Einweihungsakt mit der Enthüllung der von uns außen am Haus angebrachten Beschriftung „Casa Tamara Bunke“ und eines gemalten Porträts von Tamara. Sowohl von unserer Seite als auch in einem Redebeitrag des FEU-Präsidenten der CUJAE wurde betont, dass das Haus neben dem festen Zuhause für zukünftige Gruppen des Proyecto auch ein Ort der kubanisch-deutschen Begegnung  sein soll. Allen, die dazu beigetragen haben, dass das Proyecto nun ein festes Zuhause hat, gebührt auch an dieser Stelle noch einmal ein großer Dank! Was durfte zu einem runden Einweihungsprogramm nicht fehlen? Genau, die Fiesta! Eine Party mit Musik aus aller Welt bildete den Abschluss dieser gelungenen Festivität. Und auch wenn die „Casa Tamara Bunke“ nun eingeweiht ist – fertig ist sie noch lange nicht! Neue Gruppen können sich darauf freuen, genügend Raum zu haben um ihre Ideen zu verwirklichen und das Haus weiterzuentwickeln!

Dieser Artikel ist von Elias.

Aus dem Schnee in die Sonne

Hallo, wir sind Mateo und Jurek. Zu zweit stellen wir die neue Gruppe dar, die im nächsten halben Jahr in die faszinierende Welt Kubas eintauchen wird, um am Ende viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse mit nach Hause nehmen zu können. Auf der Suche nach Antworten wissen wir schon nach zwei Wochen, dass wir Kuba wohl mit mehr neuen Fragen verlassen werden, als wir eingereist sind. Trotzdem hoffen wir in unserer Zeit hier der Essenz einer solidarischen Gesellschaft ein bisschen näher zu kommen.

Mit diesen Hoffnungen und Erwartungen sind wir vor zwei Wochen dann mit einiger Verspätung aus dem kalten verschneiten Deutschland im warmen abendlichen Havanna gelandet.
Gleich als wir aus dem Flieger stiegen und mit dem Taxi durch die leeren, dunklen Straßen dieser uns völlig fremden Stadt fuhren, fühlten wir uns in eine andere Welt versetzt.

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Die Ankunft in Kuba der neuen Gruppe des Tamara-Bunke-Proyekts

Hallo zusammen, wir sind die neue Gruppe, zehn Frauen und ein „Baron“ (so wird hier liebevoll unser einziger Mann genannt). Aus verschiedensten Ecken Deutschlands und Österreichs haben wir uns zusammengefunden, um die nächsten sieben Monate gemeinsam zu lernen, zu diskutieren und uns politisch weiterzubilden. Zu Beginn möchten wir von unseren ersten Eindrücken auf der Isla berichten.

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Der Vogel fliegt wieder über Havanna

Als erstes möchte ich dir, Havanna, gratulieren, dass du vor kurzem weltweit unter sieben der schönsten Städte einen Platz bekommen hast. Klasse Leistung!

Ich bin echt froh, dass ich bei dir bin und alles aus der Nahe hören und erleben kann. Ein bolivianischer Kumpel von dir, der dir sehr nahe steht, hat auch einen Platz unter den sieben schönsten Städten der Welt erhalten. La Paz ist das. Herzlichen Glückwunsch La Paz! Weiterlesen

Ein Ausflug nach Holguín

Besseres Wetter, weniger Stress in einer Kleinstadt und schöne Ausflugsziele – damit hat uns Holguín angelockt. Wir verbrachten also 8 Tage in der östlichen Provinzhauptstadt. Der ganze Ausflug war Teil einer Idee, die eigentlich schon im November entstanden ist. Als Projektgruppe ist uns angeboten worden, zuerst auf die Isla de la Juventud zu fahren, um dort bei einem Austausch mit anderen Studierenden der dortigen Universität teilnehmen zu können. Zudem waren wir nicht abgeniegt, andere Teile Cubas kennenzulernen. Weiterlesen

Die Sommerschule Hugo Chávez – kritische Zivilgesellschaft?

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Die „Escuela de Verano Hugo Chávez“ wurde vom Verein „Nuestra America“ organisiert, der von einigen jungen kritischen Linken in Havanna gegründet wurde. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt die sozialen Transformationsprozesse, die sich in einigen lateinamerikanischen Ländern abspielen, zu reflektieren, eigene emanzipatorische Projekte durchzuführen und als Forum des Austausches zu dienen. Die Sommerschule, welche ich auch besuchte, fand in dieser Form erstmals in der ersten Augustwoche während der Semesterferien in Havanna statt und hatte ca. 60 Teilnehmer. Sie trägt den Namen des ehemaligen Präsidenten Venezuelas, der große Sozialprogramme durchführte und sich maßgeblich auf soziale Bewegungen stützte, mit denen er auch gemeinsam eine neue Verfassung ausarbeitete. Hugo Chávez gilt als einer der Begründer des Sozialismus des 21. Jahrhunderts und prägte die Linke Südamerikas nachhaltig. Weiterlesen