La Habana und ihre revolutionäre Architektur

Die „Plaza Vieja“ (zu deutsch: Alter Platz) bildet gemeinsam mit der „Plaza de la Catedral“ und der „Plaza de Armas“ das Herzstück der Altstadt Havannas. Bisweilen werden die Plätze an – nicht gerade eine Seltenheit – sonnigen Tagen von Touristenströmen geflutet. Man bestaunt die teils mehrere Jahrhunderte alten Bauten, füllt den Kameraspeicher mit Erinnerungsfotos oder bestellt sich zum Klang klassischer bis moderner kubanischer Musik einen Kaffee, ein kühles Bier oder gar einen der ausgezeichneten kubanischen Cocktails.

Die “Plaza Vieja“ jedoch hat mehr zu bieten als Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten für Touristen. Ein recht unscheinbares Gebäude gleich neben dem Planetarium lädt zu einem Besuch der „Cámara Oscura“ (Dunkelkammer) ein. Deren Funktionsweise war bereits den Menschen der Antike bekannt und wurde nicht zuletzt von Leonardo da Vinci für seine Arbeiten optimiert. Weltweit gibt es knapp über 70 dieser „Cámaras“, von denen zwei in Lateinamerika ihren Platz haben.

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Der 1.Mai in Havanna – Ein besonderer Tag, ein besonderer 1.Mai

Einen ersten Mai in Havanna zu erleben ist wohl für jeden ein beeindruckendes Erlebnis. Auch wir vom Proyecto Tamara Bunke freuten uns schon Tage vorher auf das Ereignis.
In der Vorbereitung wurden wir mehrfach darauf hingewiesen, dass es nicht einfach sei, sich vor dem Beginn der Demo normal in der Stadt zu bewegen, da es schon Stunden zuvor sehr voll sein würde. Am 30. April versammelten wir uns darum schon mit ein paar Proyecto-TeilnehmerInnen in unserer Wohnung nahe am „Platz der Revolution“ um es am Frühen morgen dann nicht so weit zu den jeweiligen Start-Punkten zu haben.
Und tatsächlich konnten wir aus dem Fenster beobachten, wie schon um 2 Uhr nachts pausenlos Busse die „Avenida de la Independecia“ heruntergefahren kamen, die DemonstrantInnen des kommenden Tages auf Höhe unseres Gebäudes ausstiegen und fröhlich feiernd und mit Tröten hupend richtung Platz der Revolution davonzogen um sich gemeinsam ihren Berufsgruppen oder politischen Organisationen nach auf der „Avenida de Paseo“ aufzustellen, einer breiten Allee, die vom Stadtteil Vedado aus schnurgrade auf den Platz der Revolution und das riesige „José-Martí-Denkmal“ zuführt, wo die erste Maidemo ihren Höhepunkt erreichen sollte.

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9 Tage Fidel – Eine Revolution im Wandel, eine Revolution ohne Fidel

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Den Spanischkurs beenden wir heute schon früher, denn heute ist kein gewöhnlicher Tag. Heute ist der vierte Tag Staatstrauer nach Fidels Tod. Wie schon einen Tag zuvor sind die Menschen auf den Platz der Revolution in Havanna eingeladen, um sich von dem Mann zu verabschieden, der über 50 Jahre lang die kubanische Revolution mit seinen Ideen angeleitet hat. Schon gestern habe ich auf dem Platz die Vorbereitungen für den heutigen Tag gesehen, zu dem auch Präsident*innen und Vertreter*innen aus verschiedenen Ländern eingeladen sind, um an dem kubanischen Gedenkakt teilzunehmen und ihre Verbundenheit mit Fidel, seiner Politik und seinen Ideen zu unterstreichen.

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