Von 2,5 Millionen Kühlschränken und dem guten Leben

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Ökologische Nachhaltigkeit ist schon lange kein Fremdwort mehr. Obwohl fast jedem mittlerweile bekannt ist, dass wir mehr verbrauchen, als die Natur an Ressourcen bietet oder wiederherstellen kann, wird die Frage zur Lösung dieser Problematik im Großteil der Welt in erster Linie von NGOs diskutiert und öffentlich angegangen. Durch Klimagipfel werden allenfalls Lösungen zum Aufschieben der Problematik gefunden und die Inhalte bleiben Richtlinie, sind für die Vertragspartner aber nicht bindend. Der Markt bleibt gesellschaftlich relevantestes Äquivalent und wirtschaftliche Interessen erhalten so gut wie immer eine höhere Priorität, als die Frage des nachhaltigen Lebens.
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Filmtipp: Community Doctors oder eine ganz andere Art des Medizinstudiums

elam_film_posterEines der Highlights auf dem Filmfestival in Havanna waren dieses Mal für mich die hervorragenden Dokumentarfilme aus verschiedensten Ländern, aus und über Cuba, aber auch über kaum bekannte Themen und Länder, wie die Westsahara oder die „Black Panther“-Partei in den USA. Mich hat der Film „Community Doctors – the doctor I want to be“ über die lateinamerikanische Medizinhochschule („Esculea Latinoamericana de Medicina“, kurz ELAM) auf Cuba sehr begeistert. Ich möchte euch diesen Dokumentarfilm hier kurz vorstellen und anregen, den Film in Deutschland in Kinos oder auf Veranstaltungen zu zeigen. Weiterlesen

Filmfestival-Eröffnung: Es geht los mit der Filmhochschule und Fidel

Vom 8. bis 18. Dezember war Havanna Austragungsort des 38. Festivals des Neuen Lateinamerikanischen Filmschaffens. Neben den 18 Lang- und 22 Kurzspielfilmen wurden 18 Erstlingswerke gezeigt werden, die neben 26 Dokumentarfilmen, 27 Trickfilmen, 25 neuen Drehbüchern und 24 Filmplakaten am Wettbewerb beteiligt waren. Aber das war nur ein Bruchteil der insgesamt 1500 Werke aus aller Welt, die im Rahmen des Festivals gezeigt wurden. So waren Spanien und Deutschland mit je einer eigenen Filmreihe vertreten und es wurden Filme aus Australien, Ägypten und sogar der Westsahara gezeigt. Aber natürlich lag der Schwerpunkt beim Filmschaffen aus der Region, also Lateinamerika und der Karibik. Ein besonderes Highlight war die Retrospektive der Ursprünge des neuen cubanischen Kinos mit restaurierten und nun digitalisierten Versionen der Klassiker der 60er Jahre wie „Tod eines Bürokraten“, „Erinnerungen an die Unterentwicklung“ und viele mehr.
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Das Martyrium der Geflüchteten: Film „Viacrucis Migrante“ zeigt das, was wir nicht sehen

Foto: Hauke Lorenz

Die Lebenssituation von Flüchtenden auf der ganzen Welt ist für uns als Privilegierte kaum vorstellbar. Umso wichtiger ist es, über die Lebenssituationen derjenigen Menschen aufzuklären, die ihre Heimat verlassen müssen, weil sie Opfer von Gewalt und Diskriminierung geworden sind. Hauke Lorenz, ein Filmemacher aus Hamburg, hat sich dieser Aufgabe angenommen und beim lateinamerikanischen Filmfestival im Dezember 2016 in Havanna seinen Film „Viacrucis Migrante“ vorgestellt, mit dem er Menschen, die über die südmexikanische Grenze fliehen, eine Stimme gibt. Wir haben uns den Film angesehen und hatten sogar die Gelegenheit, mit Hauke über seine Arbeit in Mexiko zu sprechen.
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José Martí und die kubanische Revolution (Teil 2 von 2)

Die Person des kubanischen Nationalhelden José Martí wurde nach seinem Ableben durch vielerlei politische Strömungen in Anspruch genommen, so auch von der kubanischen Revolution. Hat diese jedoch ein Anrecht darauf? Um dieser Frage genauer nachzugehen, ist es sinnvoll die Gedankenwelt José Martís zu betrachten und zu versuchen die Essenzen seiner Vision zu ermitteln. Weiterlesen

José Martí und die kubanische Revolution (Teil 1 von 2)

José Martí ist der Nationalheld Kubas. Vor jeder kubanischen Schule ist seine Büste zu sehen, jeder Kubaner kennt seine Geschichte und seine Zitate sind omnipräsent. Doch was hat es mit diesem Mann auf sich? Was hat er, der ja deutlich vor der  sozialistischen Revolution lebte, mit dem revolutionären Kuba gemein? Seinem Leben, so wie seinen Gedanken und der heutigen Verwendung seiner Person auf Kuba möchte ich in diesem Artikel auf den Grund gehen. Weiterlesen

9 Tage Fidel – Eine Revolution im Wandel, eine Revolution ohne Fidel

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Den Spanischkurs beenden wir heute schon früher, denn heute ist kein gewöhnlicher Tag. Heute ist der vierte Tag Staatstrauer nach Fidels Tod. Wie schon einen Tag zuvor sind die Menschen auf den Platz der Revolution in Havanna eingeladen, um sich von dem Mann zu verabschieden, der über 50 Jahre lang die kubanische Revolution mit seinen Ideen angeleitet hat. Schon gestern habe ich auf dem Platz die Vorbereitungen für den heutigen Tag gesehen, zu dem auch Präsident*innen und Vertreter*innen aus verschiedenen Ländern eingeladen sind, um an dem kubanischen Gedenkakt teilzunehmen und ihre Verbundenheit mit Fidel, seiner Politik und seinen Ideen zu unterstreichen.

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