Gesellschaft

Gedenkensfeier zur einjährigen physischen Abwesenheit Fidels

Ein Jahr ist vergangen nachdem das ehemalige Staatsoberhaupt Kubas, Fidel Castro, verstorben ist. Hingegen aller Spekulationen und Propaganda westlicher, anti-kommunistischer Medien, ist Kuba weder durch eine Konterrevolution, noch durch Einwirkungen von außen gestürzt worden und hält weiterhin an seinen fortschrittlichen Vorstellungen und Idealen fest.

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Die Ankunft in Kuba der neuen Gruppe des Tamara-Bunke-Proyekts

Hallo zusammen, wir sind die neue Gruppe, zehn Frauen und ein „Baron“ (so wird hier liebevoll unser einziger Mann genannt). Aus verschiedensten Ecken Deutschlands und Österreichs haben wir uns zusammengefunden, um die nächsten sieben Monate gemeinsam zu lernen, zu diskutieren und uns politisch weiterzubilden. Zu Beginn möchten wir von unseren ersten Eindrücken auf der Isla berichten.

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Armes Kino, ein Schatz der Kultur

Eine Teilnehmerin des Proyecto Tamara Bunke berichtet vom Internationalen Filmfestival in Gibara

Die Gibareños[1] erzählen die Geschichte einer gitana[2], die eines Tages an den Küsten Gibaras ankam und nach Wasser fragte. Dies wurde ihr nicht gewährt und so sprach sie einen Fluch aus, der dem Ort an allen Festtagen Regen bescheren würde. Auch dieses Mal sollte es nicht anders sein und dementsprechend war der Himmel mit kühlen Farben bestrichen und das Wasser strömte auf die Straßen Gibaras, als wir in unserer Unterkunft ankamen. Der Kontrast war umso größer, als wir die Straßen überquerten: denn dieses „Unglück“ konnte keinem die Freude und Lust nehmen, am Internationalen Filmfestival teilzunehmen, das auch unter dem „Festival del Cine Pobre“ [3]bekannt ist und vom cubanischen Regisseur Humberto Solas 2003 ins Leben gerufen wurde und seitdem jährlich stattfindet.

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Der wirtschaftliche Faktor der Spezialperiode und der Weg aus der Krise (Teil 4 von 4)

Heute bis 2030

Die sozialistische Wirtschaftsführung auf dem Karibikstaat hat ausgedient. Der Prozess der “Öffnung” und Privatisierung nimmt immer ausgeprägtere Erscheinungsformen an. Lange standgehalten hat er, der kubanische Sozialismus und seine sozialromantischen Auswüchse haben ja auch etwas an sich, der Sozialismus als solcher ist aber schon lange überlebt. Es war nur eine Frage der Zeit.

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Der wirtschaftliche Faktor der Spezialperiode und der Weg aus der Krise (Teil 3 von 4)

1996 bis heute

Das Schlimmste ist überstanden, die kubanische Wirtschaft scheint sich aus dem Tief der Spezialperiode von 1994 langsam wieder zu erheben. Die Lebensqualität der Kubaner steigt erneut und die Wirtschaftsaktualisierungen versprechen ein langsames, aber sicheres Wirtschaftswachstum, wie 1996 mit sogar knapp 8%, doch die Spezialperiode ist noch nicht überwunden.

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„Ich bin Sozialist und kein Taxifahrer“

DSC_2093Es ist ein schwüler Freitagnachmittag, die Arbeiter der umliegenden Baustellen versammeln sich um die Bars an den Straßen, weißer Staub auf ihren Arbeitsklamotten und oft ein Bier in den mit Fugen und Rillen versehenen Bauarbeiterhänden. Die Vögel zwitschern, die Autos rattern über den Asphalt und von irgendwoher scheppert der monotone Bass eines neuen Reggeatónhits herüber.

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Zwei Brüder wenn’s doch eigentlich nur einen gibt – Was bedeutet Familie auf Kuba?

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Ein Freund lud mich zu sich nach Hause ein. Ich freute mich auf die „kubanische Geburtstagsfeier“, war neugierig, seine Familie kennen zu lernen. Dort angekommen, fühle ich mich gleich sehr willkommen. Mir wird ein Gläschen Rum in die Hand gedrückt und ich werde sehr liebevoll empfangen und umsorgt. Da ich ein T-Shirt anhabe, auf dem gelb-grün-rote Streifen sind, wird gleich angenommen, dass ich Bob Marley-Fan bin und die entsprechende Musik aufgelegt. Mit dem Reggae-Rhythmus im Hintergrund und dem Gläschen Rum in der Hand werden mir die Menschen vorgestellt. Zunächst Mutter und Bruder, zwei sehr herzliche Menschen, die mir gleich sagen, dass ich hier ein neues Zuhause habe und was auch immer ist, hier meine Familie antreffe. Dann den Onkel und die Tante. Und schließlich den anderen Bruder.

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Das Martyrium der Geflüchteten: Film „Viacrucis Migrante“ zeigt das, was wir nicht sehen

Foto: Hauke Lorenz

Die Lebenssituation von Flüchtenden auf der ganzen Welt ist für uns als Privilegierte kaum vorstellbar. Umso wichtiger ist es, über die Lebenssituationen derjenigen Menschen aufzuklären, die ihre Heimat verlassen müssen, weil sie Opfer von Gewalt und Diskriminierung geworden sind. Hauke Lorenz, ein Filmemacher aus Hamburg, hat sich dieser Aufgabe angenommen und beim lateinamerikanischen Filmfestival im Dezember 2016 in Havanna seinen Film „Viacrucis Migrante“ vorgestellt, mit dem er Menschen, die über die südmexikanische Grenze fliehen, eine Stimme gibt. Wir haben uns den Film angesehen und hatten sogar die Gelegenheit, mit Hauke über seine Arbeit in Mexiko zu sprechen.

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