In jedem Stadtviertel Revolution!

Zu Gast beim CDR

Ich stehe auf dem Schulhof der örtlichen Grundschule, etwa 10 Minuten Fußweg von unserer Uni,  der CUJAE, entfernt. Die Klassenräume sind geschlossen, die Sonne geht unter. Mit mir sind etwa 70 weitere Personen, unter ihnen auch einige politische Funktionäre, gekommen, um an der heutigen Veranstaltung des CDR teilzunehmen. CDR steht für „Comité de Defensa de la Revolución“, also für „Komitee zur Verteidigung der Revolution“ und ist die überall existierende Nachbarschaftsvereinigung Kubas. Der Wahlspruch dieser Organisation lautet: „En cada barrio revolución!“  (In jedem Stadtviertel Revolution!).

Die heutige Veranstaltung informiert zum völkerrechtswidrigen Helms-Burton Act der USA, über den bereits an dieser Stelle unter Berücksichtigung der Positionierung der Europäischen Union geschrieben wurde und wird von unserem Proyecto-Koordinator, in seiner Funktion als Mitglied des örtlichen CDR, moderiert.

Wir stehen über den Schulhof verteilt. Alle Anwesenden, vom Kindes- bis ins hohe Rentenalter, verfolgen den Vortrag. Zwischen uns haben es sich ein paar Straßenhunde bequem gemacht und scheinen die Gemeinschaft zu genießen. Im Hintergrund turnen einige Kinder an einem Geländer herum. Weiterlesen

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Eine CDR-Feier in Kuba – Impressionen vom 27. September in Havanna

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Das ganze Viertel riecht nach Suppe und aus fast allen Straßenecken tönt Reggueton. Kleine Menschenansammlungen vergrößern sich und die Straße scheint erstaunlich voll für einen Sonntagabend: Kuba feiert heute in den 28. September hinein, den 55. Jahrestag der Gründung der CDRs, der »Komitees zur Verteidigung der Revolution«. Am 28. September 1960 wurden die CDRs auf Initiative Fidel Castros als lokale Bürgermilizen gegründet, um das Land vor den zahlreichen Terror- und Brandanschlägen zu schützen, die damals von Seiten der USA gegen die junge Revolution in Kuba begangen wurden.

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