Besuch in einem Altersheim

Wie auch andere Proyecto – Gruppen hatten wir während unseren Aufenthaltes auf der Isla de la Juventud die Möglichkeit, ein „Hogar de Ancianos“ (Altersheim) zu besuchen. Die Einrichtung hat ihren Sitz in La  Fe, das sich etwa 36 km entfernt von unserem Dorf „La Demajagua“ befindet. Während wir durch ein riesiges Tor, das auch von WachbeamtInnen bewacht wurde, das Gelände betraten, wurden wir von der Direktorin herzlichst in Empfang genommen und durch die verschiedenen Räumlichkeiten geführt. Das Altersheim wirkte mit den Schaukelstühlen im Innenhof, auf denen einige BewohnerInnen saßen, sehr einladend.  Unser Rundgang fand während der Mittagszeit statt. Immer wieder folgten neugierig wirkende Augenpaare aufmerksam unseren Schritten.

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Auf den Spuren von Che… [part 1]

Bei den Feierlichkeiten zum 60. Jubiläum der CDR wurden wir beim letzten Halt unseres Rundganges Zeugen einer spontan gehaltenen Rede, die uns so beeindruckte, dass wir kurz darauf das Gespräch mit eben jenem suchten, der sie vorgetragen hatte. Dabei stellte sich heraus, dass er der letzte noch lebende Mann auf der Isla de la Juventud ist, der mit Ernesto Che Guevara im Kongo gekämpft hat. Er erzählte von seiner unerwarteten Erkrankung, wie der Che ihn gesund pflegte, ferner von der Solidarität unter den Völkern und wie wichtig es folglich sei, sich im Kampf für die Gerechtigkeit nicht unterkriegen zu lassen.

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¡Llegamos en Cuba Socialista!

Die neue sechsköpfige Bunkista-Gruppe sendet ihr erstes Lebenszeichen von der Isla de la Juventud!

Wir sind am Donnerstag, den 12.09.19, am Flughafen Jose Marti von Kubas Hauptstadt Havanna – vom Flug gerädert und doch glücklich ob der Ankunft – angekommen. Unsere Schweizer GenossInnen konnten ihr Ankommen bereits einen Tag früher genießen. Sie wurden geradezu in das rege Alltagsleben der vorherigen Gruppe hineingeworfen und nahmen in den Abendstunden an einer üppigen Studentenfete im Casa Tamara Bunke teil. Mit etwas weniger Reizüberflutung folgten die übrigen vier von uns. Weiterlesen

Kuba und die Kinder von Tschernobyl

Spätestens seit der Verkündigung eines Sparplans an Treibstoff am 12. September über die Fernsehsendung „Mesa Redonda“ (dt. runder Tisch), an der sowohl der Präsident Kubas Díaz-Canel, als auch wichtige Minister für Wirtschaft, Energie und Verkehr teilnahmen, sind im ganzen Land Knappheiten zu spüren. Es sind die Bestrebungen insbesondere der US-amerikanischen Regierung unter Donald Trump, die wichtigen Treibstofflieferungen zu verhindern, die sich nun ganz besonders im knappen öffentlichen Verkehr, aber auch in Strom- und Wasserversorgung der Bevölkerung bemerkbar machen. An einigen Bushaltestellen sind nun Polizisten eingesetzt, die die vielen Wartenden an den Haltestellen orientieren sollen, beschwichtigen und dafür sorgen, dass der Einstieg in die knappen Verkehrsmittel nicht im Chaos verläuft. An der CUJAE wird von nun an nur noch drei Tage die Woche Unterricht gegeben, um Stromverbrauch und Arbeitswege zu sparen und erneut haben die Studentenunterkünfte, das Edificio 700 eingeschlossen, mehrere Stunden am Tag keinen Strom mehr. Wieder einmal heißt es auf Kuba: Ausnahmesituation Weiterlesen

Austausch

Mit dem Anschluss der Deutschen Demokratischen Republik an die Bundesrepublik Deutschland sind auch die interkulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Kuba abgebrochen. Es brauchte Jahre, um diese wieder zu restaurieren, und gerade jetzt sollte sich die deutsche Regierung solidarisch mit der karibischen Insel zeigen. Mit dem Anziehen der Wirtschaftsblockade seitens der USA und der Seeblockade vor Venezuela, sieht sich Kuba zum wiederholten Male vor großen Herausforderungen. Konsequenzen können wir bereits nach wenigen Tagen im alltäglichen Leben bemerken. Ein Schritt der deutsch-kubanischen Annäherung ist der erste Schüleraustausch, der seit mehr als 30 Jahren stattfindet. Im August sind deutsche Schüler des Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte für einen Schüleraustausch auf Kuba angereist. Geplant ist, dass im Jahr 2020 die Schüler der kubanischen Partnerschule in Havanna Jose Miguel Perez Perez nach Deutschland reisen. Weiterlesen

Energie in Kuba wird rationiert – die Solidarität multipliziert oder – wie die USA die Revolution in die Knie zwingen wollen

Seit einigen Tagen wird es spürbar und man fühlt die Ruhe vor dem heraufziehenden Sturm.  Mehr Leute an den Bushaltestellen, weniger Busse, – Gemunkel von kommenden Einsparmaßnahmen. Seit gestern Abend (12.09.19), als  sich Präsident, Energieminister und Planungsminister in der Sendung „Mesa Redonda“ an das Volk gewandt haben, ist es amtlich: Wie in einer Burg, die von lebenswichtigen Ressourcen abgeschnitten wird, liegt unsere Insel da und wir auf ihr. Abgeschnitten durch die US-amerikanischen Sanktionen auf Öllieferungen, die für alle lebenswichtigen Bereiche (Stromversorgung, Pumpwerke zur Wasserversorgung der Haushalte, Transport von Lebensmitteln) notwendig sind.

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