Warum die Blockade jährlich 70.000 US-AmerikanerInnenn ihre Beine kostet

Dass sich eine Blockade meist gegen die Bevölkerung eines Landes richtet, ist bekannt. Aber, dass sie sich auch gegen die EIGENE Bevölkerung richtet? Wo es so etwas gibt, haben wir auf einem unserer Besuche von Betrieben und Forschungszentren im Rahmen unseres Unterrichts von Problemas Sociales de la Ciencia y la Tecnología erfahren.

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„Ich bin Sozialist und kein Taxifahrer“

DSC_2093Es ist ein schwüler Freitagnachmittag, die Arbeiter der umliegenden Baustellen versammeln sich um die Bars an den Straßen, weißer Staub auf ihren Arbeitsklamotten und oft ein Bier in den mit Fugen und Rillen versehenen Bauarbeiterhänden. Die Vögel zwitschern, die Autos rattern über den Asphalt und von irgendwoher scheppert der monotone Bass eines neuen Reggeatónhits herüber.  Weiterlesen

Die Migrationsverhandlungen zwischen Kuba und den USA

Acht Tage bevor Trump sein Amt aufnahmen, kamen die 2014 gestarteten Verhandlungen über die Einreiseregelung kubanischer Emigrierender in die USA zum Abschluss. Die Ergebnisse dieser Verhandlung werden in einigen Medien so dargestellt, als würde sich dadurch die bilaterale Beziehung zwischen Kuba und den USA erneuern und zum Positiven wandeln. Hervorgehoben wurde in einigen Medien auch die jährliche Bewilligung von 20 000 Einreisevisa für Kubaner*innen auf Seiten der USA und lässt es so erscheinen, als wäre diese Veränderung ein Schritt der Annährungen in Richtung Kuba. Es reicht hier aber nicht aus, an der Oberfläche des Geschehens zu kratzen, um die Tendenzen dieser Beziehung zu erkennen.
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Obamas Kubabesuch Teil 2 von 2

Eine Interpretation in Anlehnung an den Artikel „Obama y la economía Cubana: Entender lo que no se dijo“, von Augustín Lage* erschienen am 23.03.2016 auf Cubadebate.cu. (Übersetzung „Obama und die kubanische Ökonomie: Verstehen was nicht gesagt wurde“ zu finden auf amerika21.de)

Unterschiedliche Konzepte von gesellschaftliwcher Produktion

  • „Seitens Obama wird der privatwirtschaftliche Sektor als Hauptkomponente der Wirtschaft angesehen. Wir sehen ihn als Ergänzung zur Hauptkomponente, diese ist das sozialistische staatliche Unternehmen. Tatsächlich beschäftigt der nicht-staatliche Sektor in Kuba fast 30% der Arbeiter*Innen, macht aber nicht einmal 12% des BIP aus. Das zeigt seine beschränkte Bedeutung für die Wertbildung.

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Obamas Kubabesuch, Teil 1 von 2

Eine Interpretation in Anlehnung an den Artikel „Obama y la economía Cubana: Entender lo que no se dijo“, von Augustín Lage* erschienen am 23.03.2016 auf Cubadebate.cu. (Übersetzung „Obama und die kubanische Ökonomie: Verstehen was nicht gesagt wurde“ zu finden auf amerika21.de)

Geschichtliche Intuition

„Die USA werden kommen um mit uns einen Dialog zu führen, wenn sie einen schwarzen Präsidenten haben, und die Welt einen Papst aus Lateinamerika.“ Fidel Castro Ruz 1973

Diese Antwort gab Fidel Castro vor rund 43 Jahren in einer Pressekonferenz auf die Frage eines britischen Journalisten hin, wann denn die Beziehungen zwischen den USA und Kuba – zweier trotz der geographischen Nähe derart voneinander entfernte Staaten – wieder hergestellt werden würden. Liest man diese Worte heute, so kommen sie vor dem aktuellen politischen Kontext regelrecht prophetisch daher. Nun kam also nachdem mit Franziskus ein lateinamerikanischer Papst im Amt ist (der zudem schon zwei Mal Kuba besuchte) am 20. März 2016 mit Barack Obama der erste schwarze US-amerikanische Präsident nach Kuba, um wie er selbst angekündigt hatte „ein neues Kapitel der bilateralen Beziehungen“ aufzuschlagen.

Doch rein prophetisch im Sinne einer göttlichen Eingebung, sollte man die Worte des Revolutionsführers Fidel aus dem Jahre 1973 nicht deuten. Damals vielleicht eher als ein Scherz gedeutet – denn wer hätte zu dieser Zeit gedacht wie weit z.B. die Einflüsse der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung („civil rights movement“, Martin Luther King etc.) reichen würden – kann man sie heute auch als Anspielung auf die Dialektik der Geschichte auffassen. In diesem Sinne wären die Worte eine Anspielung auf die Errungenschaften der sozialen Kämpfe in der Geschichte, aber zugleich auch eine Anspielung auf die Integrations- und Lernfähigkeit des kapitalistischen Systems selbst.

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„No va a venir“

DSC_0043„Hey Americano, la guagua no va a venir.“

Ich sitze an einer Haltestelle mitten im Nirgendwo und warte auf meinen Bus. Vor mir hat sich aus dem Nichts Fernando aufgebaut, ein 32 Jahre alter Kubaner, kurze Haare, durchtrainiertem Körper, und zwinkert zu mir herüber mit einem breiten Grinsen, das seine Zahnlücke zwischen den beiden Frontzähnen zum Vorschau kommen lässt, Wahrscheinlich sehe ich etwas verwundert aus, denn ohne dass ich gefragt hätte, fügt er erläuternd hinzu:

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