Cuba contra Corona (2) – Ein Interview mit der UJC

Proyecto Tamara Bunke im Interview über die Corona Maßnahmen mit der Architektin Patricia Gonzalez Valdivia,25

Sie ist Organisatorin des Komitees des Verbandes junger Kommunisten (UJC) der Technischen Universität von Havanna „José Antonio Echeverría“, CUJAE

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Hommage an den Campus oder: Vom studentischen Leben an der CUJAE

Nicht selten ist von deutschen StudentInnen – besonders in den Großstädten – zu hören, dass man an den Universitäten schnell Gefahr laufen könne, in der Masse der Tausenden unterzugehen; sich mehr wie ein Individuum zu fühlen, das in einer Koexistenz zu den anderen lebt, als organischer Teil einer studentischen Gemeinschaft zu sein, die sich aus dem sozialen Miteinander formt. Von all jenen, die es nicht bei punktuellem Austausch und neben den Veranstaltungen geschlossenen Freundschaften bewenden lassen wollen, werden proaktives Handeln und Wille zum Engagement verlangt. Beispielsweise, um sich mit anderen StudentInnen in einer Hochschulgruppe zu organisieren oder den Hochschulsport zu besuchen. Selbstredend halten die Universitäten ein reichhaltiges Angebot an studentischen Aktivitäten bereit und wer sucht, wird letzten Endes auch finden. Doch längst nicht allen fällt dies so leicht, wie es zunächst klingen mag und sie bleiben zurück mit dem Eindruck, dass das Verhältnis zur Universität, auch mit Blick auf die Beziehung zwischen Lehrenden und Studierenden, letzten Endes ein distanziertes ist.

Stichwort Distanz: Dem Kern des Problems sehr nahe könnte man in diesem Zusammenhang kommen, wenn man sich vergegenwärtigt, dass StudentInnen in Deutschland auch ganz real, jenseits von an der Uni erlebter Einsamkeit und Individualisierung, voneinander entfernt leben. Wer StudentIn ist, begibt sich für gewöhnlich auf die teils beschwerliche Suche nach einer Wohngemeinschaft (WG), einem Zimmer in einem Studierendenwohnheim oder lebt weiterhin bei den Eltern. Dadurch verteilt sich die Studierendenschaft überwiegend auf die einzelnen Stadtviertel. Wenige Ausnahmen, in denen Studieren und Wohnen geographisch zusammen gedacht und entsprechend realisiert wurden, bestätigen in deutschen Städten die Regel, dass der Großteil der Universitäten mit auf das Stadtgebiet verteilten Campussen ebenfalls dezentral organisiert ist.

Dass es auch ganz anders gehen kann, erlebt unsere Gruppe mitunter intensiv hier am studentischen Campus der polytechnischen Universität CUJAE am Rande von Kubas Hauptstadt Havanna.

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Musik unter den Sternen

Es ist kurz nach acht Uhr abends. Die Sonne ist schon lange untergegangen, aber der Himmel ist noch nicht ganz schwarz wie in manch anderer Nacht. Wir werden angerufen, es ist einer der Organisatoren des Sommercamps der Jugendlichen der UJC – circa 100 junge Menschen haben die letzten Tage mit uns gemeinsam die Räume des Edificio 700 geteilt, vier Tage Programm unter dem Motto „VíVeLo“ (Lebe es!), dazu gehören Ausflüge, wie zum Parque Lenin, Botanischen Garten, Teatro Nacional mit Ballettaufführung oder auch Müllsammelaktionen, Dominoabende oder einfach mal nur das erfrischende Nass des Schwimmbads der CUJAE zu genießen. Der Anruf am Abend, der uns Bescheid gibt: in wenigen Minuten fangen einige Trovadore im Ranchón an zu spielen.

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