Garantierte Aufenthaltsgenehmigung bei illegaler Einreise – Welche Migranten bekommen denn sowas?

Wie die USA seit Jahren versuchen Kuba ausbluten zu lassen

Viel liest man in letzter Zeit über Menschen die nach Europa flüchten. Die Diskussionen über den Umgang mit ihnen sind alltäglich und in den Medien allgegenwärtig. Neben den offen geführten Kriegen, lösen vor allem wirtschaftliche Ungleichgewichte in der Welt Fluchtbewegungen aus. Die reichen Nationen setzen immer mehr auf Abschottung und versuchen verzweifelt ihren relativen Wohlstand abzusichern. So auch die USA, die seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien gerade einmal 2.000 Menschen aus Syrien aufgenommen haben (Stand Anfang Dezember 2015), obwohl der Krieg um die Herrschaft im Nahen Osten vor allem in den Interessen ihrer transnationalen Konzerne an fossilen Ressourcen begründet liegt, den geostrategischen Interessen des US-Imperialismus. Was Kuba angeht, charakterisiert sich die Kriegsführung der USA schon seit langem in einer grausamen Wirtschaftsblockade (Link Durch Hunger und Elend das Castro-Regime stürzen) und dem Abwerben von Fachkräften und jungen Menschen um Profit aus dem kubanischen Bildungssystem zu schlagen und Kuba bewusst Schaden zuzufügen. Kubaner*Innen werden in den USA Möglichkeiten eröffnet, von denen Menschen aller anderen Nationalitäten der Welt nur träumen könnten.

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Das Zentrum für molekulare Immunologie (CIM)

Ein Besuch bei unseren Genossinnen und Genossen, die jeden Tag die Welt ein Stück besser machen

Das CIM machte durch die Entwicklung des Medikaments Cima Vax-EGF innerhalb des letzten halben Jahres Schlagzeilen in aller Welt. Cima Vax-EGF hemmt die Bildung von Tumoren bei Lungenkrebspatienten, erhöht somit deren Lebenserwartung und hat zudem eine schmerzlindernde Wirkung. In Cuba und mehreren anderen Ländern Lateinamerikas wird das Mittel bereits angewandt, auch Großbritannien und Australien haben schon Studien mit dem Medikament durchgeführt.

Das ist ein aktueller Anlass unsere Genossinnen und Genossen, die in der UJC, der kommunistischen Jugend Cubas organisiert sind, an ihrem Arbeitsplatz zu besuchen und eine kleine Reportage zu machen.
Die Sonne scheint, wir stehen vor dem palmenumsäumten Hauptgebäude des CIM. Unsere Compañeros empfangen uns sehr herzlich. Weiterlesen

Solidarität ohne Grenzen

Kuba ermöglicht es Jugendlichen aus aller Welt, in Havanna kostenfrei Medizin zu studieren

Dieser Artikel erschien am 22.07.2015 im ALBA-Spezial der jungen Welt.

Es sind 30 Grad in der alten Kolonialvilla in Havanna. Wir fächern uns Luft zu, während sich der Raum, in dem wir in einem Stuhlkreis sitzen, weiter füllt. Wir sind nervös, doch schließlich sind mehr als 30 Jugendliche aus zwölf verschiedenen Ländern unserer Einladung gefolgt. Wir hatten sie vor einigen Wochen während unseres Studiums in der kubanischen Hauptstadt kennengelernt, und es entstand die Idee, sich Zeit für eine internationale Gesprächsrunde zu nehmen. Uns beschäftigte die Frage, warum so viele junge Menschen aus allen Teilen der Welt auf Kuba studieren wollen, und wie die politische Lage in ihren Ländern aussieht. Weiterlesen

Integration oder Ausgrenzung?

Chancen und Möglichkeiten beeinträchtigter Menschen auf Cuba

„Auf Cuba werden behinderte Menschen von der Gesellschaft ausgeschlossen, haben keinerlei Rechte und erhalten ebenfalls keine Unterstützung vom Staat“ als ich diesen Satz im Internet lese werde ich  zornig. Ist er doch so weit von der Wirklichkeit entfernt, die ich hier Tag für Tag erlebe. Erst gestern sah ich eine blinde Frau, die eine Kreuzung überqueren wollte. Doch bevor sie nur einen Fuß auf die Straße setzten konnte, kam schon ein Gemüsehändler angelaufen, dessen Karren an der Ecke aufgebaut war, um ihr zu helfen. Seinem Kunden überließ er so lange die Obhut seiner Waren. Oder  mir kommt das Bild des Straßenverkehrsmitarbeiters in den Sinn, dem ich regelmäßig vor der Coppelia, einer Eisdiele in der Innenstadt Havannas, begegne und der an einer Sprachstörung leidet, so dass es ihm unmöglich ist, Wörter zu formen. Weiterlesen

Hoffnung für Hunderttausende!

Wird ein Massenimpfstoff gegen Krebs in Kooperation mit der USA entwickelt?

Dieser Artikel von Tobi erschien am 28.05. in der Jungen Welt.

Täglich sterben allein in Deutschland offiziellen Schätzungen zufolge mehr als 80 Menschen an Lungenkrebs. Weltweit sind es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO 1,5 Millionen im Jahr, Tendenz steigend. Hoffnung für Hunderttausende kommt nun aus Kuba. Am 12. und 13. Mai stellten Forscher des »Zentrums für molekulare Immunologie« (CIM) in Havanna bei einem wissenschaftlichen Kongress ihre Arbeit an einem Medikament gegen Lungenkrebs vor.

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Zahnarztbesuch in Havanna

Wie ich mich schmerzlich an die Widersprüche unseres privaten Gesundheitswesens erinnert fühlte

Mitte April 2015. Seit ca. zwei Wochen tut mein rechter oberer Backenzahn weh. Ich hatte mir mit Zahnseide meine Füllung zwischen dem vorletzten und dem letzten Backenzahn heraus gezogen, wobei wohl auch ein Stück Zahnschmelz mit herausgerissen wurde. Das entstandene Loch ist so groß, das immer etwas Essen darin hängen bleibt, wie z.B. eine halbe Erdnuss. Also im wahrsten Sinne des Wortes eine „nervige Sache“, schmerzhaft, ich muss also in Cuba zum Zahnarzt. Weiterlesen

Fakten statt Emotionen Teil II

Nach Teil I über Bildung und Gesundheit fokussieren wir uns hier auf Fakten im Bereich der Ökologie

Während in vielen Ländern der Regenwald gerodet wird, um den Soja-Anbau voranzutreiben, forstet Cuba auf. 27,3% des Landes sind mittlerweile wieder bewaldet, nachdem in den Jahren der kolonialen Ausbeutung der Regenwald rücksichtslos vernichtet worden war (LINK CUBA LIBRE). Der ,,ökologische Fußabdruck“, welcher sich aus dem ProKopf-Verbrauch an Ressourcen ergibt, wurde mit 150 Nationen abgeglichen. Der Human Development Index hält eine nachhaltige Entwicklung für gegeben, wenn der ökologische Fußabdruck maximal 1,8 Hektar beträgt und der HDI mindestens 0,8. Mit 0,81 auf dem HDI und einem Wert von 1,4 Hektar hat bislang Cuba als einziges Land weltweit diese Werte erreicht. Weiterlesen

USA vergibt jährlich 20 000 Einwanderungsvisa an Cubaner

Abwerbungsversuche von Fachkräften sowie ihre Folgen

Überarbeitetes Personal, da zu wenig Stellen besetzt sind, neue Aufgabenbereiche, die nicht in die Felder der erlernten Berufe fallen, aber auch große Streiks und Demonstrationen gegen diese Situation, sind in Industrieländern schon lange keine Seltenheit mehr. Eine Ursache für diesen Zustand ist der durch flächendeckende Einsparungen im Bildungssystem verursachte Fachkräftemangel, der weltweit besteht. Doch über die Auswirkungen in Entwicklungsländern wird selten ein Wort verloren. Die wenigsten sind sich den Ausmaßen bewusst, die dieser Zustand mit sich bringt. Denn z.B. Angst davor zu haben nicht medizinisch versorgt werden zu können, da es keine Ärzte gibt, ist für die meisten von uns unvorstellbar. Weiterlesen

Fakten statt Emotionen

Unter dem Gesichtspunkt der Lebensqualität richten wir den Fokus auf Bildung, Gesundheit und Ökologie auf Cuba.

Wir publizieren diesen Artikel auf Grund seines Umfangs in zwei Teilen.

Cuba liegt in der Karibik, knappe 80 Kilometer von der Küste Floridas entfernt und besitzt eine Landfläche von 106 440 Quadratkilometern. Diese wird von 11,2 Millionen Menschen bewohnt, die Bevölkerungsdichte beträgt demnach 106 Personen je Quadratkilometer. Deutschland ist mehr als drei Mal so groß und hat eine doppelt so hohe Bevölkerungsdichte. Die Amtssprache ist Spanisch, denn wie so viele andere lateinamerikanische Länder ist auch Cuba eine spanische Kolonie gewesen. Heute gibt es 15 Provinzen im Land, die sich wiederum in 168 sogenannte Municipios (Gemeinden) aufgliedern. Weiterlesen

„Ein Kinderchirurg braucht Augen wie ein Adler, ein Herz wie ein Löwe und die gefühlvollen Hände einer Dame“

– und kann sich von seinem Gehalt am Wochenende noch nicht mal ein paar Dosen Bier kaufen-

Ich stehe mit den drei Ärzten, Junior aus Cuba, Jakob aus El Salvador und Paola aus Kolumbien  in einer der unzähligen Warteschlangen dieses Landes und führe eine spannende Unterhaltung. Zum Warten in einer Schlange wird hier übrigens „hacer cola“ gesagt. Das heißt so viel wie „Schlange machen“ und hat nichts mit Coca Cola zu tun. Überall wo man hier eine Schlange sieht, gibt es etwas Begehrtes. Z.B. wenn das Hühnchen, welches man mit der Libreta (Lebensmittelkarte) erhält, im Laden an der Ecke angekommen ist oder, wenn man wie in unserem Fall vor einem Telekommunikationsladen wartet. Man kommt in der „cola“ oft schnell ins Gespräch – mit verschiedensten Leuten – so wie auch jetzt mit dem Kinderchirurg Junior, den ich eben erst kennen gelernt habe. Er meint, dass es nicht leicht sei. Sie bekämen alle Notfälle, was verunglückte Kinder aus dem Umkreis von Havanna angeht. Das Schlimmste seien die Familienangehörigen, die oft schon eine Prognose wissen wollen, bevor er sie geben könne. Und dann der zusätzliche Druck, den sie durch alle ihre Fragen aufbauen, vor und nach der Operation. Er sagt: Weiterlesen