Die Küche oder das Herz des Hauses

 

Auf der anderen Seite der Hauptverkehrsstraße vor der CUJAE liegt die „Fressmeile“, wie sie liebevoll von den Bunkistas genannt wird.

Bunte, dicht aneinander gereihte Blechverschläge – Reggaeton schallt aus Lautsprechern in jeder zweiten Imbissbude. Weiterlesen

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Deutsches Wolfsrudel in Ostkuba gesichtet

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Fischerboote in Gibara, Provinz Holguín. ©RG

Oriente, Gibara in der heutigen Provinz Holguín. Es ist ein ruhiger Tag. Der Strand liegt da als würde er schlafen. Kaum eine Menschenseele ist zu sehen. Die Wellen schwappen sanft und friedlich an das Ufer. In der Nähe des Sandstrands von Gibara liegt ein Frachtschiff auf der ruhigen See. Ein deutsches U-Boot taucht auf und versenkt es mit der Bordkanone. Das U-Boot taucht ab, der Frachter versinkt.

Diese Geschichte wurde mir während meiner zahlreichen Aufenthalte in Gibara über mehrere Jahre hinweg immer wieder von verschiedenen Einheimischen jeglichen Alters erzählt, meist jedoch von der älteren Generation, den Zeitzeugen. Das beschriebene Erlebnis während des Zweiten Weltkrieges, lange bevor die Revolution ihre Errungenschaften und den postrevolutionären Fortschritt in das kleine ostkubanische Fischerdorf brachte, hat die Menschen nachhaltig beeindruckt. Um ehrlich zu sein, mich auch. Obwohl ich mich seitdem ich lesen kann immer schon mit dem Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt habe, war mir nicht bewusst, dass Karl Dönitz´ Weiterlesen

Kubas Erster Mai

Auf dem Campus der CUJAE wurde bereits am 30. April, ähnlich wie in anderen Ländern, in den Mai getanzt. Allerdings nicht, wie in Deutschland üblich, mehrheitlich mit der Absicht, sich lediglich feiernd zu amüsieren oder als Gast auf Partys und in Diskotheken vielleicht jemanden für kurz oder lang kennen zu lernen, auf der einen Seite, oder auf der anderen Seite mit dem Interesse Geld zu verdienen. Auf dem Campus feierten unsere Kommiliton_innen, welche zwar nicht auf dem Campus leben aber am 1. Mai gemeinsam mit uns und weiteren 1.000 Angehörigen der Universität an der größten Maiparade der Welt in Havanna teilnehmen wollten, und mehr wohl als übel die Nacht durchfeiern mussten. Unterstützt wurden sie dabei auch von Universitätspersonal und Studierenden aus den Wohnheimen.

Am Ersten Mai weckte ein umherfahrendes Polizeiauto die Schlafenden bereits um 2 Uhr früh mit seiner Sirene. Die Campusparties hatten sich mittlerweile vor die Mensa verlagert, in der es Frühstück für alle Teilnehmenden gab. Auch während des kollektiven Frühstücks dröhnte Reggaeton aus den mitgebrachten, unterschiedlich leistungsstarken Boxen und Lautsprechern. Es wurde ausgelassen getanzt bis es dann um 3 Uhr morgens mit acht Gelenkbussen, die normalerweise im Linienverkehr Havannas eingesetzt werden, heute aber, genauso wie Frühstück und Weckdienst, kostenlos genutzt werden konnten, zu unserem Sammelpunkt im Stadtteil Vedado ging. Wie für Kuba-Kenner_innen gut vorstellbar, ging die Party für einige Kubaner_innen auch noch im Bus weiter. Dass dieser zwischenzeitlich mit einer Panne liegen blieb beeinträchtigte die Stimmung an Bord in keinster Weise. Jeder uns überholende Bus wurde ausgelassen bejubelt. Weiterlesen

Pinar Rock oder Festival auf Kubanisch

Meine Festival-Saison fängt dieses Jahr schon im März an. Warum auch nicht, schließlich sind in Pinar del Rio – der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Westen Kubas – schon jetzt Temperaturen wie bei uns im Juli. Hier findet vom 21. bis 23. März 2019 das alljährliche Pinar Rock Festival auf dem Sportplatz der Universität statt, zu dem auch ich angereist bin.

Ankündigungsplakat in Pinar del Rio

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Es lebe der Sport! – Von 3 Wochen Unispielen

Es liegt ein Gefühl in der Luft, eine ganz neue Stimmung, hier an der Technischen Universität CUJAE, in diesen angenehmen Abendstunden Ende Februar. Auf den Basketballplätzen werden nicht wie sonst lässig einige Körbe geworfen, es wird trainiert. Gleiches auf dem Fußballplatz: Kein Gebolze, sondern Training: Mit Kombinationsspiel, Erwärmung und Fitnesseinheit. Die Laufbahn ist voller als sonst. Sprinter absolvieren in regelmäßigen Abständen 100-Meter-Trainingsläufe, andere stoppen ihre Zeit erst nach einigen Kilometern. Es ist als sei die Universität aus ihrem kurzen Winterschlaf und aus den Semesterferien zu neuer Energie und Tatendrang erwacht. Die Athleten bereiten sich schon seit Wochen vor darauf vor, in den Gängen wird davon gesprochen und vermehrt sieht man die Studierenden mit den T-Shirts ihrer Fakultäten umherlaufen: Die dreiwöchigen Sportspiele des 13. März – „Los Trece“ – stehen an! Weiterlesen

Lula Livre!

Am Dienstag, den 16. April nahm der Großteil von uns an der Veranstaltung „Lula Livre“ im Kulturzentrum „Casa del ALBA Cultural de La Habana“ teil.

Der ehemalige Präsident Brasiliens Luiz Inácio Lula da Silva ist infolge eines fragwürdigen, politisch motivierten Verfahrens bereits seit mehr als einem Jahr inhaftiert. Am Sonntag, den 14. April forderten mehrere 10.000 Menschen in Brasilien seine Freilassung, unterstützt wurden sie von zahlreichen parallel stattfindenden Veranstaltungen in anderen Ländern Amerikas und auf weiteren Kontinenten.

Während seiner Präsidentschaft sind mehr als 30 Millionen Menschen in Brasilien, dank neuer Sozialprogramme, aus der extremen Armut befreit worden. Die soziale Ungleichheit im größten Land Lateinamerikas ist erheblich verringert worden und die Arbeitslosenquote wurde um 50% gesenkt.

Vor seiner Inhaftierung letztes Jahr galt Lula als aussichtsreichster Kandidat für das Präsidentenamt.

Auch wir als InternationalistInnen fordern an dieser Stelle ganz klar „Lula Livre!“.

Für weitere Beiträge von Richard, klicke hier.

 

Da sind wir!

Bunkistas, Februar 2019

Die ProyectoteilnehmerInnen des Sommersemesters 2019.

Einige Wochen nach dem Vorbereitungstreffen in Frankfurt ist die Gruppe Februar 2019 nun komplett auf Kuba angekommen.

Auch wenn immer und überall – außerhalb Kubas – von der sogenannten „Entschleunigung“ die Rede ist und die ehemaligen Bunkistas uns bereits im Vorfeld auf eben dieses Phänomen bestmöglich vorbereiten wollten müssen wir feststellen, dass wir uns in diesem Punkt wahrscheinlich auf keinen Revolutionär, kubanischen Nationalhelden oder kommunistischen Vordenker berufen können, sondern uns eher an Albert Einstein halten müssen. Für uns ist die Entschleunigung auf Kuba vor allem relativ. Weiterlesen